Reisebericht New York, USA

24h: Mein Tag in ... New York Reisetipps

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Frühstück im New York Diner

Aufwachen in der Stadt, die niemals schläft. Bei der Hotelwahl in New York sind für mich drei Dinge wichtig: Lage, Lage, Lage. Unsere Wahl: Das Wellington, sicher kein charmantes Boutique Hotel, aber wir sind ja auch nicht in New York, um das Ambiente des Zimmers zu genießen. Eines der wenigen Hotels im zentralen Manhattan mit einem wirklich guten Preis- / Leistungsverhältnis. Und die Lage ist genial: Im Herzen von Manhattan gelegen, seid Ihr in wenigen Gehminuten am Time Square, im Central Park, beim Moma (Museum of Modern Art) und am Empire State Building. Die U-Bahn Station 57th Street / Midtown liegt direkt vor der Haustür, die gelben Linien N,R, W und Q führen ohne Umsteigen z.B. zu den Sehenswürdigkeiten im südlichen Manhattan, nach Brooklyn und nach Queens. Das Hotel hat natürlich ein Frühstücksrestaurant, authentischer und gemütlicher ist es aber in einem der Diner Restaurants, die es an jeder Ecke gibt. So stärken wir uns mit einem deftigen Teller voll Rührei, Speck, Würstchen, Toast und gebackenen Bohnen - und mit richtig gutem "bottomless" Kaffee (wird kostenlos nachgeschenkt) bevor wir uns in unseren Big-Apple-Tag stürzen.

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Gospel Gottesdienst in Harlem

Es ist Sonntag, eine gute Gelegenheit, einen Gospel Gottesdienste live zu erleben. Zugegeben ist dies ein schmaler Grat, Gospelmessen sind in New York in den letzten Jahren immer mehr zur Touristenattraktion geworden, einige Gemeinden verdienen damit mittlerweile gutes Geld und begrüßen ganze Busladungen mit Touristen in ihrer Kirche, was natürlich die authentische Atmosphäre trübt. Hier greift der alte Spruch: "Der Tourist zerstört das was er sucht, indem er es findet". Wie auch immer, wir besuchen die First Corinthian Baptist Church (1912, 7th Avenue, an der Ecke 116th Street / Adam Clayton Powell Road), ganz im Süden von Harlem gelegen und nur sechs Blocks nördlich vom Central Park sogar zu Fuß zu erreichen. Sonntags sind hier um 8h und um 10.45h Messen (nicht nur Frühaufsteher sollten den frühen Termin anpeilen (und erst danach frühstücken), um auf weniger andere Touristen zu stoßen, auf jeden Fall nochmal die Zeiten checken, diese können sich natürlich kurzfristig ändern). Wir sind bei unserem Besuch im wahrsten Sinne des Wortes die einzigen Weißen in der Kirche und der Prediger fragt uns während des Gottesdienstes nach unserer Herkunft, woraufhin er das "Vater Unser Gebet" in fast perfektem Deutsch anstimmt, was uns sehr beeindruckt. Die Teilnahme am Gottesdienst kostet keinen Eintritt, erwartet wird jedoch eine Spende, wenn der dafür vorgesehene Korb herumgereicht wird (in Amerika gibt es keine Kirchensteuer und die Gemeinden finanzieren sich ausschließlich über Spenden). 

Kostenlos zur New York Freiheitsstatue

Reisetip New York Hotel
Blick von der Staten Island Ferry

Nach diesem eher spirituellen Erlebnis wollen wir aktiv werden und fahren mit der U-Bahn einmal quer durch Manhattan zum Battery Park (z.B. mit der roten Linie 1). Dieser kleine Park am südlichen Zipfel der Insel bietet einen ersten Blick auf die vielleicht meist fotografierteste Sehenswürdigkeit Amerikas: Die

Freiheitsstatue ist schon von weitem zu sehen und thront majestätisch über dem Hafenbecken. Mein Tipp: Anstatt auf eines der teuren Touristenboote zu gehen (teilweise lange Wartezeiten), die Euch nach Liberty Island bringen, nehmt einfach die normale Fähre, die gleich östlich vom Battery Park am "Whitehall Ferrry Terminal" die Stadtteile Manhattan und Staten Island verbindet. Die Fähre ist kostenlos und verkehrt je nach Tageszeit alle 15-30 Minuten. Jedes Jahr pendeln 22 Mio. New Yorker auf diese Weise zwischen den Stadtteilen, aber wenn Ihr nicht gerade an einem Wochentag zur Rushhour dort seid, gibt es keine Wartezeiten. Die Fahrt dauert ca. 25 Minuten und Ihr fahrt direkt an der Freiheitsstatue vorbei. Vom Heck der Fähre eröffnen sich grandiose Blicke auf die Skyline von Lower Manhattan und natürlich auf die Freiheitsstatue. Auf Staten Island angekommen müsst Ihr die Fähre offiziell verlassen, könnt Euch aber gleich auf der anderen Seite wieder für die Rückfahrt einreihen und die Ausblicke ein weiteres Mal genießen. Für mich die schönste Hafenrundfahrt in New York und das ganz ohne Kosten! 

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Polizei an der Wall Street

Wieder zurück in Manhattan machen wir uns auf den Weg Richtung Norden. Nur einen knappen Kilometer sind es zur berühmten Wall Street.

 

Während der Woche ist hier natürlich mehr los als am Sonntag. Dann ist die Straße voll mit gestressten Börsenmaklern, die in Anzug und Joggingschuhen rauchend vor den Gebäuden stehen oder in der Mittagspause versuchen, einige Sonnenstrahlen zwischen den Wolkenkratzern zu erwischen.

 

Apropos Mittagspause: Wir gönnen uns einen Hot Dog an einem der mobilen Verkaufsstände, angeblich gibt es hier in der Wall Street die besten in ganz Manhattan. Da aus Sicherheitsgründen momentan keine Touren durch die "Stock Exchange" angeboten werden, schauen wir uns die New Yorker Börse nur von außen an und setzen unsere Wanderung weiter Richtung Norden fort.

Zu Fuß über die New York Brooklyn Bridge

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Brooklyn Bridge - sehr fotogen

Nach einem weiteren Kilometer sehen wir schon die Silhouette der Brooklyn Bridge, wie ich finde eine der elegantesten Hängebrücken überhaupt. Sie verbindet Manhattan mit - ja der Name lässt es erahnen - dem Stadtteil Brooklyn. Das für Touristen Interessante an der Brücke ist, dass es unter der sechsspurigen stark befahrenen Autobrücke eine eigene Sektion nur für Fußgänger und Radfahrer gibt. Auf diese Weise erhalten wir Möglichkeit, kosten- und stressfrei einen der schönsten Aussichtspunkte auf Manhattan zu erreichen. Auf die Fußgängerbrücke gelangt Ihr am besten vom City Hall Park aus, über den aus dem Park hinaus führenden "Park Path". Wir laufen ungefähr bis zur Mitte der Brücke und lassen uns den Wind um die Nase wehen. Die von den beiden neugotischen Granittürmen abgehenden Stahlverstrebungen verleihen der Brücke nicht nur ihre Stabilität sondern auch ihre charakteristische, einzigartige Silhouette. Der Weg zurück nach Manhattan eröffnet immer wieder grandiose Blicke auf die Skyline der Stadt und bietet Gelegenheit für tolle Erinnerungsfotos.

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Live Performance am Washington Square

Zurück auf der Insel laufen wir zur Chambers Street und nehmen dort die U-Bahn der blauen Linie A oder C für eine kurze Fahrt zu unserem nächsten Stopp am Washington Square. Auf diesem großen Platz zwischen Greenwich Village und East Village ist besonders am Wochenende viel los. Einheimische und Touristen genießen diese kleine Oase zwischen den Hochhäusern und bestaunen die vielfältigen Aufführungen der Straßenkünstler, Musiker und Performance Artisten. In den vielen Restaurants, Essensbuden und Eiscafés, die den Platz umgeben, könnt Ihr Euch die passende Stärkung besorgen und dann entspannt - hoffentlich bei Sonnenschein - dem nie langweiligen Treiben auf dem Platz zuschauen. Alle Aufführungen sind natürlich kostenlos, aber die Künstler freuen sich über eine kleine Spende, wenn Euch deren Performance gefallen hat. Ausgeruht setzen wir danach unsere Entdeckungstour durch Manhattan fort.

Kein Frühstück bei Tiffanys

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Am Fuß des Empire State Building

Mit der orangen Linie D oder F fahren wir mit der U-Bahn weiter zum Empire State Building, das

natürlich auf keiner Tour durch New York fehlen darf. Wenn es die Zeit erlaubt, ist eine Fahrt hinauf zur Aussichtsplattform immer ein Erlebnis. Allerdings gibt

es gerade am Wochenende lange Warteschlangen, die vom Aufsichtspersonal mit einem mürrischen Blick aber durchaus effizient durch das Nadelöhr der verschiedenen Aufzüge gescheucht werden. Wenn

Ihr Eure kostbare Zeit nicht mit Schlange stehen vergeuden wollt, aber dennoch das berühmteste Gebäude Amerikas erklimmen möchtet, gönnt Euch den Luxus des Express Passes. Gegen einen Aufpreis von ca. 25 USD gelangt Ihr vorbei an den Warteschlangen relativ zügig hinauf zur Aussichtsplattform, die einem durch die vielen Spielfilme von "King Kong" bis "Schlaflos in Seattle" fast schon vertraut erscheint.

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Viel los im Central Park

Über die 5th Avenue laufen wir weiter Richtung Central Park. Die den Weg säumenden Geschäfte bieten

einen perfekten Überblick der berühmtesten globalen Marken: Apple, Chanel, Dior, Gucci, Nike, Prada,

Rolex… you name it. Das bekannteste Geschäft auf der 5th Avenue ist aber Tiffany & Co (zwischen 56th und 57th Street). Schaut ruhig mal hinein, auch wenn Ihr keine Juwelen kaufen möchtet. Es besteht kein Kaufzwang und die Verkäufer sind sehr freundlich - solange Ihr nicht in Anspielung auf den alten

Filmklassiker mit Audrey Hepburn euer Frühstück mitbringt. Nach knapp 2km mündet die Shopping Meile in den Central Park. Die grüne Lunge der Stadt ist immer einen Besuch wert, und sei es nur der Hektik der Stadt zu entkommen und ein bisschen frische Luft zu atmen. Setzt Euch einfach auf eine der vielen Bänke und lasst das New Yorker Leben an Euch vorbeiziehen: Großfamilien aus allen Ecken der Erde, die ihre Heimat im Schmelztiegel New York gefunden haben, genießen den Sonntag beim Picknick, verliebte Paare aller Altersstufen und Geschlechterkombinationen sitzen Hand in Hand im Gras, Jogger und Skater tragen Ihre fitnessgestählten Körper zur Schau und berittene Polizisten patrouillieren auf ihren Pferden über die Wege. Egal zu welcher Jahres- und Tageszeit, es gibt immer viel zu sehen im Central Park. Apropos Tageszeit: Nach Sonnenuntergang sollte man den Park aus Sicherheitsgründen allerdings nicht mehr besuchen.

Musical Tickets am New York Time Square kaufen

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Rush hour am Time Square

Wer nach der Wanderung durch die Häuserschluchten Manhattans noch Kraft für das anstehende

Abendprogramm hat, sollte die Gelegenheit ergreifen, eine der Shows am und um den Broadway zu besuchen. Berühmte Musicals, Theateraufführungen und Konzerte: die Stadt bietet ein unbegrenztes Angebot an kulturellen Möglichkeiten. Wenn Ihr Euch für eine bestimmte Aufführung interessiert, solltet Ihr Euch die Tickets bereits rechtzeitig vorab über einen der vielen Tickethändler im Internet sichern. Wenn Ihr flexibel seid, könnt Ihr, am besten bereits Vormittags, einen Stopp am Times Square einlegen. Am TKTS Discount Ticket Booth gibt immer Restkarten für verschiedene Aufführungen am selben Tag, diese sind bis zu 50% im Preis reduziert. Wenn Ihr Euch die App herunterladet, könnt Ihr Euch in der Warteschlange bereits einen Überblick über das Angebot des Tages verschaffen. Wir wurden übrigens direkt auf der Straße angesprochen und bekamen Tickets für die berühmte Letterman Late Night Show geschenkt (mittlerweile ist er in Rente), die in New York aufgezeichnet wird. Hier werden immer Statisten zum Applaudieren und Lachen gesucht. Diese Gelegenheit ließen wir uns nicht entgehen und konnten einen kostenlosen, sehr interessanten Blick hinter die Kulissen dieser Kultshow werfen.

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Darauf einen Manhattan

Ob Late Night Show, Musical oder Konzert: Bevor es zurück ins Hotel geht, das ja zum Glück sehr zentral und damit zu Fuß zu erreichen ist, macht noch einen letzten Stopp in einem Restaurant oder einer Bar und bestellt dort einen Drink aus Whiskey und Wermut, garniert mit einer Cocktail Kirsche:

 

Es gibt keinen besseren Abschluss des Tages als mit einem klassischen Manhattan Cocktail in Manhattan.

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