Meist stehen Friedhöfe ja nicht auf dem Besuchsprogramm einer Städtereise. Anders in Wien: Hier gehört der berühmte Zentralfriedhof für viele zu den Highlight des Aufenthalts.
Denn der wohl bekannteste Friedhof der Welt hat einen ganz besonderen Charme. Mit seinen kunstvoll gestalteten Grabsteinen und Kreuzen und den prachtvollen Mausoleen zieht er jeden Besucher schnell in seinen Bann.
Was den Wiener Zentralfriedhof aber besonders interessant für uns Besucher macht: Er ist die letzte Ruhestätte vieler berühmter Persönlichkeiten. Komponisten und Politiker, Schauspieler und Sportler und viele andere Künstler haben hier ihre Ehrengräber erhalten.
Deshalb möchte ich Dir heute hier im Blog meine persönlichen Tipps und Geheimtipps für den Besuch des Zentralfriedhof Wien geben: Von "Berühmte Gräber" bis "Öffnungszeiten", von "Plan für die Grabsuche der Prominenten" bis "Anfahrt und Parkmöglichkeiten".
Legen wir also gleich los: Wenn Du es eilig hast, findest Du in der folgenden Übersicht Frag' & Fertig die wichtigsten Tipps zum Besuch des Wiener Zentralfriedhofs. Beim Klick auf die blauen Schlagworte gelangst Du direkt zu den jeweiligen Details weiter unten im Blog Artikel. In der Karte findest Du dort die genauen Locations der Gräber und Einrichtungen.
Du hast es eilig? Die wichtigsten Fragen & Antworten auf einen Blick:
Was anschauen? Die wichtigsten Gräber auf dem
Wiener Zentralfriedhof, die Du Dir anschauen musst:
Komponisten Viertel lll➤ Beethoven, Strauß und Co.
Vielen Dank für die Blumen... lll➤ Udo Jürgens
Out of the Dark... lll➤ Falco
Was unternehmen? Das kannst Du auf dem
Wiener Zentralfriedhof unternehmen:
Marmorengel & Mausoleen lll➤ Grabstein-Bummel
Ehrengräber lll➤ (noch mehr) Promis finden...
Der Tod muss a Wiener sein lll➤ Bestattungsmuseum
Wie hinkommen? Der Zentralfriedhof von
Wien liegt etwas außerhalb, nördlich der Innenstadt, ist aber schnell und bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen lll➤ Anreise & Öffnungszeiten
Wo übernachten? Der Wiener Zentralfriedhof liegt außerhalb der Innenstadt und ist sicher kein
idealer Übernachtungsort... Hier meine Wien Hoteltipps im Zentrum:
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Charme ᐅᐅᐅ Gräzlhotel Belvedere
Luxus ᐅᐅᐅ Hotel Sacher
Übersicht Hotelangebot & Preise (Anzeige):
Wie Orientieren? Der Wiener Zentralfriedhof ist riesig, die Orientierung ist dort aber ganz einfach.
Alle Infos zu lll➤ Karten, Pläne, Apps und Co.
Wo liegt Mozart? Der berühmteste Sohn der Stadt, Wolfgang Amadeus Mozart, ist nicht auf dem
Zentralfriedhof von Wien begraben. Deshalb ein kurzer Abstecher zum lll➤ St. Marxer Friedhof
Was tun? Der Zentralfriedhof Wien bietet
Dir viel Abwechslung: Führungen, Fiaker Touren, E-Bikes... lll➤ Alle Infos
Wo essen? Kein Witz: Auf dem Wiener
Zentralfriedhof wird auch für Dein "Leibliches Wohl" gesorgt. lll➤ Mehr Details
Wo parken? Parkplätze gibt es an den Toren 1 - 5. Kosten ab 4 EUR (Münzen oder App). Kurzparken am Straßenrand max. 2 Stunden für 6,80 EUR, es
wird viel kontrolliert!
Wo nachlesen? Es gibt sogar Reiseführer
speziell für den Zentralfriedhof von Wien. Dieser hat mir besonders gefallen ᐅᐅᐅ Reiseführer
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Friedhof der Superlative...
Der Wiener Zentralfriedhof gehört zu den berühmtesten Friedhöfen der Welt und ist eines der beliebtesten Ausflugziele der Stadt.
Mit 2,5 qkm und rund 330.000 Gräbern ist der Zentralfriedhof der zweitgrößte Friedhof Europas (nach dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg). Insgesamt drei Millionen Menschen aller Konfessionen sind hier begraben - und täglich kommen circa 25 hinzu... Verbunden sind die Gräber durch ein Netz von Straßen und Wegen, das unglaubliche 80 km lang ist.
Dabei ist der Zentralfriedhof Wien noch gar nicht so alt. 1784 verbannte Kaiser Joseph II. alle Friedhöfe aus dem Zentrum, so dass jenseits des Innenstadtgürtels fünf neue Friedhöfe entstanden - die jedoch alle relativ schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Und so wurde dann 1874, im weit außerhalb liegenden Simmering, der neue Zentralfriedhof eröffnet.
Aufgrund seiner Lage wurde er von den Wienern lange Zeit abgelehnt, zu lang und beschwerlich war in der Kutschenzeit der Transport der Särge und der Besuch der Gräber.
Erst als 1918 die neue Straßenbahn die Fahrt zum Friedhof schnell und bequem machte, und nachdem viele berühmte Persönlichkeiten hier ihre letzte Ruhestätte fanden, änderte sich dies. Heute lieben die Wiener ihren Zentralfriedhof und sind stolz auf diese ganz besondere Sehenswürdigkeit ihrer Stadt.
Anfahrt & Öffnungszeiten Der Zentralfriedhof liegt ziemlich weit im Süden von Wien, in Simmering, im 11. Bezirk. Er ist aber sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen. Die Straßenbahn S7 hält mit der Station "Zentralfriedhof" direkt am Tor 11. Alternativ kannst Du mit der orangen U-Bahn Linie U3 bis zur Endstation "Simmering" fahren. Von dort sind es dann zu Fuß circa 20 Minuten oder mit dem Bus 3 Stationen zum Tor 1 des Zentralfriedhofs. Natürlich kannst Du auch mit dem Auto hinfahren, an den Toren 1 bis 5 gibt es Parkplätze. 3 Stunden Parken kostet 4 EUR, jede weitere 2 EUR. Bei einem Aufenthalt bis 2 Stunden kannst Du auch in den Kurzparkzonen am Straßenrand parken. Für Besucher geöffnet ist der Friedhof in den Sommermonaten Mai bis August von 7 bis 20 Uhr, im April und September bis 19 Uhr. Im Winter ist von November bis Februar von 8 bis 17 Uhr, im Oktober und März bis 18 Uhr geöffnet. Beachte aber, dass diese Zeiten für das Haupttor 2 gelten, die anderen Tore werden der Reihe nach etwas später geöffnet und früher geschlossen. Du solltest also am Abend rechtzeitig Deinen Ausgang erreichen, wenn Du keinen Wert darauf legst, auf dem Friedhof zu übernachten... (in diesem Fall wäre es gut, ein Handy dabei zu haben, um die 112 rufen zu können...)
Engel & Zwerge...
Die meisten besuchen den Zentralfriedhof von Wien, um die vielen berühmten Prominenten Gräber (zu denen wir gleich kommen...) anzuschauen. Ich finde aber, sein spezieller Reiz liegt besonders in den letzten Ruhestätten der "Normalsterblichen".
Mit seinen weiten Alleen durch eine parkähnliche Landschaft, entfaltet der Friedhof eine stille, mystische Schönheit, in der sich Natur und Architektur auf besondere Weise verbinden.
Unter alten, knorrigen Bäumen stoßen wir auf verwitterte Grabsteine, deren Inschriften und Ornamente von den Menschen vergangener Zeiten erzählen. Engel, Madonnen und Trauerfiguren aus bemoostem Stein oder glänzender Bronze verleihen den Gräbern eine würdevolle und fast meditative Atmosphäre.
Aber auch die monumentalen Mausoleen prägen das Bild des Wiener Zentralfriedhofs. Die meisten davon entstanden in den Anfangsjahren des Friedhofs, im späten 19. Jahrhundert, einer Zeit, in der Historismus und Jugendstil auch in der Grabarchitektur ihren Ausdruck fanden.
Mit wuchtigen Kuppelbauten, eleganten Säulen und aufwendig gestalteten Fassaden schufen sich hier die wohlhabenden Wiener prunkvolle Ruhestätten, die uns bis heute einen Einblick in die glanzvolle Zeit der k.u.k Monarchie geben.
So wird der Zentralfriedhof Wien heute zu einem offenen Museum, das Geschichte, Kunst und Natur auf einzigartige Weise vereint.
Orientierung Obwohl der Wiener Zentralfriedhof riesig ist, kannst Du Dich dort ziemlich leicht orientieren. Alles ist sehr gut organisiert und an allen Wegkreuzungen findest Du Übersichtskarten, Detailpläne und Infotafeln, die Dir den Weg durch die weitläufige Anlage weisen. Je nachdem, ob Du mit S- Bahn, U-Bahn oder Auto kommst, wirst Du den Friedhof durch Tor 1, 2 (Haupttor) oder 11 betreten, dort findest Du Karten, die Dir einen ersten Überblick geben. Der Friedhof ist schachbrettartig in Bereiche unterteilt und jedes Grab hat eine Nummer, die auf den jeweiligen Detailplänen verzeichnet ist. Dort findest Du übrigens auch die Locations der über die Anlage verteilten Toiletten, bei einer längeren Besichtigungstour gar nicht so unwichtig... Rund um das Haupttor 2 findest Du wichtige, für uns Besucher interessante, Einrichtungen: das Bestattungsmuseum, das Kaffeehaus, den E-Bike Verleih und das Informationsbüro mit Souvenirshop (dort kannst Du auch einen Plan kaufen, in dem die wichtigsten Gräber eingezeichnet sind). Auch die Fiaker Fahrten und die meisten der Führungen beginnen hier (zu all diesen Themen gleich mehr bei den jeweiligen Punkten). Vom Tor 11 hinüber zum Tor 2 sind es übrigens knapp eineinhalb Kilometer oder 20 Minuten Fußweg, dies solltest Du beachten, wenn Du dort zu einem festen Termin verabredet bist. Am Tor 11 gibt es auch einen kleinen Blumenladen, falls Du am Grab Deines Lieblingspromis eine Rose ablegen möchtest...


Ehrengräber
Auch wenn der Zentralfriedhof von Wien ein Gesamtkunstwerk mit vielen eindrucksvollen Facetten darstellt, kommen die meisten von uns hierher, um die berühmten Gräber der bekannten und weniger bekannten Prominenten zu finden, die hier den Namen "Ehrengräber" erhalten haben.
Diese Ehrengräber befinden sich hauptsächlich in den Gruppen mit den Nummern 14A, 14C, 32A, 32C und 33G. Die wichtigsten habe ich Dir bereits oben in die Karte eingezeichnet. Aber, wie schon gesagt, findest Du sie auch alle problemlos auf den vor Ort aufgestellten Plänen.
Viele der hier begrabenen Persönlichkeiten sind natürlich Wiener oder Österreicher, aber auch eine Reihe Deutsche und andere Weltenbürger, die in Wien lebten oder einen besonderen Bezug zu Stadt hatten, liegen hier begraben.
So haben nicht nur die bekannten einheimischen Schauspieler Hans Moser, Franz Muliar und Paul Hörbinger, sondern auch "Nordlichter" wie Curd Jürgens und Theo Lingen hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Neben Schauspielern findest Du Gräber von Prominenten aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Altkanzler Bruno Kreisky, Schriftsteller Arthur Schnitzler, der Erbauer des Suezkanals Alois Negrelli, Maler Arik Brauer, Sänger Fritz Jelinek, Fußballer und Trainer Karl Decker, Boxer Edip Sekowitsch, die karibische Musiklegende Courtney Jones, Kunstmäzen Seizaburo Hattori... sie alle haben hier auf dem Wiener Zentralfriedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Die beliebtesten Gräber der bekannten Komponisten von Beethoven bis Strauß und von Udo Jürgens bis Falco stelle ich Dir in den folgenden Kapiteln noch im Detail vor.
Dieser Reiseführer, mit vielen weiteren Tipps für Deinen Aufenthalt in Wien, hat mir besonders gut gefallen: Meine ➤ Reiseführer Empfehlung für Deine Inspiration und Planung.
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Komponisten-Viertel
Wien war schon immer die Stadt von Klassik, Operette und Walzer - viele bekannte Musiker und Komponisten sind hier geboren oder haben hier gelebt.
Deshalb wundert es nicht, dass ihnen hier auf dem Wiener Zentralfriedhof sogar ein eigener Bereich gewidmet ist, die Ehrengräber der Gruppe 32A, auch als
das "Komponisten Viertel" bekannt.
Hier findest Du die Gräber weltbekannter Künstler. Allen voran die Wiener Komponisten Dynastie um Johann Strauss senior (genau, der mit dem Radetzkymarsch) und seinem Sohn Johann Strauss junior (Die Donau so blau, so blau...). Auch Franz Schubert (das Forellenquintett) liegt hier, zusammen mit fast 50 weiteren bekannten und weniger bekannten Komponisten, begraben.
Aber nicht nur österreichische Künstler haben hier im Komponisten Viertel ihr Grab, auch dem Bonner Ludwig van Beethoven (Freude schöner Götterfunke...) und dem Hamburger Johannes Brahms (Guten Abend, gut' Nacht) kannst Du hier die letzte Ehre erweisen.
Aber das Grab des wohl schillerndsten Komponisten der Geschichte finden wir nicht auf dem Wiener Zentralfriedhof. Wo sich Mozarts Grab befindet und
wie Du es findest erzähle ich Dir gleich hier im Blog Artikel. Immerhin befindet sich aber auf dem Zentralfriedhof ein Ehrendenkmal, das an den berühmten Komponisten erinnert.
Das Mozart Grab Wolfgang Amadeus Mozart, der wohl begnadetste Komponist der Musikgeschichte, starb am 5. Dezember 1791 in Wien, also lange vor der Eröffnung des Zentralfriedhofs. Weil die genaue Lage seines Grabes aber lange nicht bekannt war, wurde er später nicht, wie die meisten seiner Kollegen, auf den Zentralfriedhof umgebettet. Bis heute lebt die Legende, Mozart sei völlig verarmt gestorben und in einem anonymen Massengrab "verscharrt". Das ist so nicht korrekt: Es gab sogar eine prunkvolle Trauerfeier im berühmten Stephansdoms, bevor am nächsten Tag die Beerdigung auf dem St. Marxer Friedhof stattfand. Dort erfolgte die Beisetzung jedoch tatsächlich in einem nicht gekennzeichneten Mehrfachgrab, was aber den damaligen Gepflogenheiten in Wien entsprach - nicht nur für Arme, sondern für weite Teile der Bevölkerung. Die lange Zeit nicht genau bekannte Grabstelle konnte in der Zwischenzeit ziemlich präzise rekonstruiert werden und wurde mit einem eindrucksvollen Denkmal geschmückt. Der St. Marxer Friedhof liegt im Südosten von Wien und ist mit der S-Bahn 7, die auch zum Zentralfriedhof fährt, gut zu erreichen. Du kannst also den Besuch beider Friedhöfe prima kombinieren. Von der Haltestelle St. Marx sind es dann noch gut 10 Minuten zu Fuß zum Friedhof. Auf dem am Eingang beginnenden Hauptweg findest Du nach gut 100 Metern ein Schild, das Dir den Weg nach Links zum Mozart Grab weist. In meinem Blog Artikel lllᐅ Auf den Spuren von Mozart durch Wien findest Du viele weitere Tipps und Inspiration zu Sehenswürdigkeiten aus dem Leben des berühmten Komponisten.
Udo Jürgens
Ich glaube, nicht nur Menschen meiner Generation fangen spontan an zu summen, wenn sie Zeilen lesen wie: "Ich war noch niemals in New York", "Ich wünsch' Dir Liebe ohne Leiden" oder "Aber bitte mit Sahne"...
Viele Songs von Udo Jürgens sind in unser kollektives Gedächtnis eingezogen und werden noch heute in Clubs und auf Partys gespielt und gesungen.
Auch wenn viele ihn für einen Deutschen hielten, war der gebürtige Klagenfurter aus Österreich (und gewann für sein Heimatland sogar 1966 den ESC - der damals ja noch Grand Prix de la Chanson hieß...) Später hatte Udo Jürgens dann auch die Schweizer Staatsbürgerschaft, wo er 2014 auch in seiner Wahlheimat, im Kanton Thurgau, starb.
Udo Jürgens' Grab befindet sich aber hier in Wien auf dem Zentralfriedhof. Mit einem Grabstein in Form eines weißen Marmorflügels (entworfen übrigens von seinem Bruder) ist es eine der eindrucksvollsten und deshalb auch meistbuchten Gräber hier, immer mit Blumen und Kerzen geschmückt.
Auf einer Gedenktafel neben dem Flügel findest Du übrigens Udos musikalisches Vermächtnis, zwei Zeilen aus seinem Song "Ich lass Euch alles
da": „Ihr seid das Notenblatt, das alles für mich war. Ich lass’ Euch alles – ich lass’ Euch alles da!“.
Das Grab von Udo Jürgens hat die Nr. 85 im Abschnitt 33G. Es liegt damit nur ein paar Schritte entfernt vom "Komponisten Viertel" 32A. Die
genaue Lage habe ich Dir oben in die Wien Zentralfriedhof Karte eingetragen.
Auch wenn der Zentralfriedhof ganz oben auf Deiner Wien Bucket-List steht, macht es Sinn, eine Unterkunft in der Innenstadt zu buchen. Meine ausführlichen Tipps zu den schönsten Vierteln und besten Hotels gibt's im Blog Artikel Wo in Wien übernachten? ᐅᐅᐅ Wenn Du es eilig hast, hier schon mal ein kleiner Spoiler:
Hotel Altstadt Vienna
Komfortables 4-Sterne Hotel in zentraler Lage und mit super Preis-/ Leistungsverhältnis.
Grätzlhotel Belvedere
Originelles Hotel, mit viel Liebe zum Detail in einer alten Eisenwarenfabrik. Tolle Lage direkt beim Belvedere.
Hotel Sacher
Wenn schon, denn schon: Übernachten im legendären Hotel Sacher. Eintauchen in den edlen Luxus der k.u.k. Monarchie.

Falcos Grab
Auch wenn seine musikalische Karriere viel kürzer war, als die von Udo Jürgens: Auch Falcos Songs haben sich für immer in unsere Erinnerungen eingebrannt: Jeanny, Vienna Calling, Out of the dark... und allen voran natürlich das legendäre "Rock me Amadeus".
Wir lesen also schon aus seinen Songtiteln die Verbundenheit von Johann Hölzel, wie Falco offiziell hieß, mit seiner Geburtsstadt Wien. Auch wenn er dann, viel zu früh und viel zu tragisch, im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik starb, wurde er hier in der Heimat auf dem Zentralfriedhof von Wien begraben.
Sein Begräbnis war 1998 ein nationales Ereignis, an dem fast 5.000 Prominente und Fans teilnahmen. Sein Grab ist ein modernes Kunstdenkmal, bestehend aus einem drei Meter hohen Obelisken aus poliertem Granit und einer bogenförmigen Panzerglasscheibe, mit einer lebensgroßen Darstellung von Falco in typischer Bühnenpose und den eingravierten Titeln seiner größten Hits.
Die letzte Ruhestätte von Johann Hölzel ist übrigens kein Ehrengrab, sondern ein sogenanntes "ehrenhalber gewidmetes Grab" - ein kleiner, aber
für die Wiener vielleicht wichtiger, Unterschied.
Sein Grab liegt deshalb auch nicht in der Nähe der Komponisten Gräber und dem von Udo Jürgens. Es trägt die Nr. 64 im Abschnitt 40. Die
genaue Lage des Grabes habe ich Dir auch hier wieder oben in die Wien Zentralfriedhof Karte eingetragen.
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Führungen & Touren Der Zentralfriedhof gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Wien. Entsprechend findest Du hier auch ein großes touristisches Angebot mit Führungen und Aktivitäten - das uns schnell auf einen schmalen Grat zwischen würdevoller Ruhestätte und Vergnügungspark führt... Es gibt zwei- und dreistündige geführte lllᐅRundgänge über die Geschichte des Friedhofs und seine bekanntesten Bewohner. Besonders stimmungsvoll, und mit garantiertem Gruselfaktor, sind dabei die Nachtführungen. Für alle, die den weitläufigen Friedhof nicht zu Fuß erkunden wollen oder können, gibt es E-Bus Touren und einen E-bike Verleih. Audio Guides führen Dich auch auf eigene Faust zu den wichtigsten Grabstätten. Ein ganz besonderes Highlight - und typisch wienerisch - ist eine Fiaker Fahrt über den Wiener Zentralfriedhof, mit vielen kleinen Geschichten und Anekdoten rund um die Bewohner der berühmtesten Gräber. Wer keine Lust hat, die Anfahrt nach Simmering selbst zu organisieren, kann auch gleich einen organisierten Ausflug mit Hotelabholung in der Innenstadt buchen. Ansonsten beginnen die Touren in der Regel am Tor 2. Hier befindet sich auch der E-Bike Verleih und der Fiaker-Stand. Eine gute Übersicht der wichtigsten Tour Angebote mit Preisen findest Du lllᐅhier.
Besondere Gräber
Klar, die meisten besuchen den Zentralfriedhof Wien, um die Gräber von Udo Jürgens, Falco, Beethoven, Schubert und Co. zu suchen. Aber es gibt hier noch so viel mehr zu entdecken.
Wenn Du also genug Zeit und Energie hast, bummle nach dem Besuch des Komponisten-Viertels ruhig noch etwas weiter - und Du wirst noch viele interessante Gräber entdecken - von künstlerisch bis skurril.
In diese letzte Kategorie fällt auf jeden Fall der überdimensionale rosarote Kringel, der den Grabstein des modernen Künstlers Franz West bildet. Das auf einem Friedhof, auf den ersten Blick, etwas deplatziert wirkende Kunstwerk ist eine Vergrößerung eines seiner Werke und steht in der Tradition vieler seiner berühmten Skulpturen.
Etwas dezenter, aber nicht weniger skurril, ist da der Grabstein in Form eines Katers mit goldener Krone. Der in Wien geborene Maler und Grafiker Georg Eisler war, unter anderem, bekannt für seine Selbstportraits mit Katze...
Dies sind nur zwei der vielen besonderen Grabsteine, die den Zentralfriedhof von Wien auch in ein großes Freiluftmuseum für moderne Kunst verwandeln.
Wenn Du es etwas seriöser magst, und Dich für die jüngere österreichische Geschichte interessierst, solltest Du auch das imposante Gebäude der Präsidentengruft besuchen. Hier haben die Bundespräsidenten des Landes, von Karl Renner bis Kurt Waldheim, ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Die genauen Locations der promienten Gräber befinden sich alle in den Bereichen 30 - 33. Mein Tipp ist aber: Schlendere einfach ganz
planlos umher, dann findest Du bestimmt noch viele weitere besondere Grabstellen.
Kaffeehaus & Snacks Ich habe das jetzt zwar nicht im Detail recherchiert, wäre aber nicht überrascht, wenn der Zentralfriedhof in Wien der einzige Friedhof der Welt mit einem eigenen Kaffeehaus ist. Zuerst war ich etwas irritiert, dann aber fand' ich dies eine total schöne Idee - die nochmal ausdrücklich unterstreicht, wie die Wiener mit dem Thema Tod umgehen: Der Friedhof ist hier nicht ausschließlich ein Ort der Trauer und Tränen - sondern auch ein Ort der Begegnung, der Freude und des Genusses, immer mit einem kleinen Augenzwinkern. Und dann ist es eigentlich konsequent, dass es hier - ganz in der Nähe vom Tor 2 und vom Bestattungsmuseum - mit dem Café Oberlaa ein typisches Wiener Kaffeehaus gibt. Hier treffen sich nicht nur die Einheimischen, die Ihren verstorbenen Angehörigen einen Besuch abgestattet haben, auf eine Mélange und ein Stück Torte. Auch für uns Besucher bildet das Kaffeehaus den perfekten Abschluss unserer Entdeckungstour über den Wiener Zentralfriedhof. Aber auch für den kleinen Durst zwischendurch ist gesorgt: Überall auf dem Friedhof findest Du auch Getränkeautomaten, an denen Du Dich mit Kaffee, Cola und Wasser versorgen kannst.
Bestattungsmuseum
Gleich gegenüber vom Kaffeehaus finden wir die nächste kuriose Besonderheit auf dem Zentralfriedhof. Denn die Wiener pflegen ihren Totenkult mit viel Liebe und Leidenschaft - auch der Ausspruch "A scheene Leich" wurde hier geprägt.
Wir brauchen uns deshalb nicht zu wundern, dass es hier auch ein eigenes Museum zum Thema Tod gibt - ganz im Sinne seines Mottos "Der Tod muss ein Wiener sein".
Das Museum zeigt uns fast 1000 Exponate der Wiener Bestattungskultur: Vom schwarz schimmernden Leichenwagen bis zum aufwendig dekorierten
Holzsarg. Von Trauerkleidung aus unterschiedlichen Epochen bis zur praktischen Grabklingel (mit der lebendig Begrabene auf sich aufmerksam machen konnten...).
Hier findest Du auch einen gut sortierten Souvenirshop, mit zur Location passenden Reiseandenken: Vom
"Hier-liegen-Sie-richtig" Badetuch bis zum "Ich-bin-nicht-tot-ich chille-nur" T-Shirt.
Das Bestattungsmuseum ist Mittwochs bis Freitags von 10 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt neun Euro (ohne
Ermäßigung).
Hier endet unser Bummel über den Wiener Zentralfriedhof mit seinen berühmten und weniger berühmten Gräbern. Hat Dir mein Blog Artikel gefallen? Oder Dir bei Deiner Reiseplanung geholfen?
Du möchtest Dich gerne revanchieren? Ich freue mich immer über eine kleine Spende für meine Kaffeekasse. Vielen Dank!
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FAQs
Fragen & Antworten:
Wie groß ist der Wiener Zentralfriedhof? Der Zentralfriedhof von Wien ist mit rund 2,5 km² einer der größten Friedhöfe Europas.
Warum ist der Wiener Zentralfriedhof so berühmt? Der Friedhof ist bekannt wegen seiner berühmten Ehrengräber, der beeindruckenden Architektur und der mystischen Bestattungskultur.
Wie kommt man zum Wiener Zentralfriedhof? Der Friedhof ist bequem mit den Straßenbahnlinien 11, 71 oder der Buslinie 15A erreichbar.
Liegt Mozart am Wiener Zentralfriedhof begraben? Nein, Mozarts Grab befindet sich am St. Marxer Friedhof, am Zentralfriedhof gibt es aber ein Denkmal für ihn.
Gibt es Führungen über den Wiener Zentralfriedhof? Ja, es werden regelmäßig thematische Führungen zu Musikern, Geschichte und Architektur angeboten.
Liebe geht durch den Magen - auch die Liebe zu Deinen Reiseorten: Mein Tipp zur Einstimmung auf die Wien Reise und mit den besten Rezepten
für den After Travel Kochabend ➤ Kochen wie die Wiener
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Reisetipps schauen wollen. Mein Tipp zur Einstimmung auf Deine Gastgeber ➤ Gebrauchsanweisung für Wien
Hinweis: Mein Blog Artikel Wien Zentralfriedhof - berühmte Gräber enthält (mit ᐅᐅᐅ einem ➤ oder als "Anzeige" gekennzeichnete) Affiliate Links. Über diese gelangst Du zu von mir empfohlenen Reiseleistungen. Buchst Du dort etwas, erhalte ich dafür eine kleine Provision. Für Dich entsteht dadurch kein Nachteil, der Preis ist der gleiche wie bei einer direkten Buchung dort. Ich danke Dir für die damit gezeigte Wertschätzung meiner Arbeit an dieser Webseite. Weitere Infos zu diesem Thema erhältst Du lll➤ hier.
Du hast Fragen oder Anmerkungen zu den Tipps zum Wiener Zentralfriedhof? Du warst auch schon mal dort? Was sind Deine Erfahrungen und Empfehlungen? Ich freue mich über Deine Ergänzungen, Fragen und andere Anmerkungen.