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Malaria Südafrika

Was Du über Malaria Südafrika wissen solltest: Malariagebiete, Malariaprophylaxe, Malariasymptome...

Da ich in Zusammenhang mit meinen Südafrika Reisetipps immer wieder auf das Thema Malaria angesprochen werde, geht es in meinem heutigen Blogartikel mal nicht um schöne Landschaften, fremde Kulturen und interessante Menschen, sondern um ein eher ernstes Thema zu Südafrika: Malaria ist eine gefährliche - und unbehandelt tödliche - Krankheit, die durch einen Stich der infizierten weiblichen Anopheles Mücke übertragen wird. Im menschlichen Körper bilden sich daraufhin die Krankheit auslösenden Plasmodium Parasiten. Seit Jahrhunderten werden Menschen in tropischen Regionen, besonders in Afrika, Asien und Lateinamerika von Malaria befallen.

 

Nach Angaben der WHO gab es 2016 noch über 200 Millionen Erkrankungen, von denen mehr als 400.000 tödlich verliefen. In den meisten Fällen sind Einheimische betroffen, die permanent in Malariagebieten leben. Als Tourist hast Du die Möglichkeit verschiedener Vorsorgemaßnahmen. Bei frühzeitiger Erkennung und schnellem Zugang zu ärztlicher Versorgung, ist die Krankheit heute gut zu behandeln. Natürlich bin ich aber kein Arzt, mein heutiger Blogartikel Malaria Südafrika dient nur als Einstieg in das Thema und kann kein ärztliches Beratungsgespräch ersetzen.

 

Hier geht es direkt zum Abschnitt, der Dich am meisten interessiert:

  1. Wo besteht in Südafrika Malaria Risiko?
  2. Wann ist das Südafrika Malaria Risiko besonders hoch?
  3. Welche Vorsichtsmaßnahmen kann ich treffen?
  4. Gehöre ich zu einer Risikogruppe?
  5. Was sind die besten Medikamente zur Malariaprophylaxe?
  6. Welche Symptome treten bei Malaria auf?
  7. Was tun bei einer Malaria Infizierung?
  8. Südafrika Malaria Risiko der 56 wichtigsten Touristenorte von A - Z

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Schön, dass Du mich und meinen Reiseblog besuchst. Ich heiße Andreas und bin "Der Travel Bloke". Mehr über mich erfährst Du hier. Lass' uns in Kontakt bleiben: Ich informiere Dich gerne über meine neusten Reisetipps und Reiseberichte. Hier kannst Du Dich zum Travel Bloke Newsletter anmelden.



Malaria Südafrika: 8 Fragen - 8 Antworten

1. Wo besteht in Südafrika Malaria Risiko?

 

Die gute Nachricht: Weite Teile Südafrikas gelten heute als Malaria frei oder als Gebiet mit geringem Risiko an Malaria zu erkranken. Die schlechte Nachricht: Einige der für uns Touristen besonders interessanten Orte liegen in Gebieten mit mittlerem bis hohem Infektionsrisiko. Am Ende dieses Artikels habe ich eine Liste mit dem Malaria Risiko der 56 wichtigsten Touristenorte von A-Z erstellt. 

  • Das höchste Südafrika Malaria Risiko besteht in den Gebieten, die unmittelbar an die Nachbarländer Zimbabwe und Mozambique grenzen. Dies sind der Osten der Provinz Mpumalanga, der Nordosten der Provinz Limpopo (einschließlich Teile des Krüger Nationalparks) sowie der äußerste Nordosten der Provinz Kwa Zulu Natal.
  • Ein mittleres Südafrika Malaria Risiko herrscht in den oben genannten Gebieten in den Monaten von Juni bis September sowie im Nordosten der Provinz Kwa Zulu Natal.
  • Ein geringes Südafrika Malaria Risiko besteht im restlichen Tiefland von Kwa Zulu-Natal bis zum Tugela River im Süden und bis Swartwater - sowie in der North West Provinz und der Northern Cape Provinz entlang des Molopo River und des Orange River, einschließlich der Augrabies Falls und des Kgalagadi Transfrontier Park.
  • Das restliche Südafrika gilt als Malaria frei. Dies gilt zum Beispiel für die großen Städte Kapstadt, Johannesburg und Durban. Wenn Ihr die Nationalparks im Norden aufgrund des Malaria Risikos meiden wollt, gibt es entlang der Garden Route verschiedene Nationalparks und Wildgebiete, wo Ihr die südafrikanische Tierwelt in freier Wildbahn ohne Malaria Risiko beobachten könnt. 

Wenn Du Deine Südafrika Reise mit dem Besuch eines oder mehrerer seiner Nachbarländer verbindet, solltest Du beachten, dass in diesen das Malaria Risiko meist deutlich größer ist. Dies gilt besonders für Mozambique, Zambia, Zimbabwe (einschließlich der Victoria Fälle), Malawi, sowie Teilen von Botswana (einschließlich des Chobe Nationalparks und des Okawango Deltas). Für Deine Namibia Reise habe ich einen eigenen Blog Artikel Malaria Namibia verfasst. 

 

2.  Wann ist das Südafrika Malaria Risiko besonders hoch?

 

Das Malaria Risiko schwankt je nach Jahreszeit. Besonders hoch ist das Risiko während der Regenzeit. Die Anopheles Mücke benötigt Wasser, z.B. Teiche oder Wasserlöcher, um sich zu vermehren. Und diese sind in Südafrika in der Regenzeit häufiger zu finden als in der Trockenzeit. In Südafrika herrscht grob gesagt von September bis Mai Regenzeit, mit den Monaten Januar bis April als die Zeit des höchsten Risikos. Ausführliche Informationen zum Thema Regenzeit und optimalen Reisezeit für alle südafrikanischen Regionen und Provinzen sowie für alle Reisemonate findest Du in meinem Blogartikel Beste Reisezeit Südafrika.

 


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3. Welche Vorsichtsmaßnahmen gegen Malaria kann ich treffen?

Die Faustregel hier heißt "from Dusk till Dawn". Die Anopheles Mücke ist in der Dunkelheit aktiv, das heißt, die Gefahr gestochen zu werden, besteht hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang. In dieser Zeit solltest Du:

  • Ein hochwirksames Insektenschutzmittel mit mindestens 20% DEET Anteil auf der nicht von Kleidung bedeckten Haut auftragen, in Afrika nutze ich immer das auch vom Tropeninstitut empfohlene Antibrumm*.
  • Im Freien langärmlige Kleidung, lange Hosen, Socken und Schuhe tragen
  • I
  • dealerweise imprägnierte Mückenschutzkleidung* tragen
  • oder mit Anti-Insekt Kleiderspray* behandelte Kleidung anziehen
  • Auf duftende Seifen, Deos und Parfums, die die Mücken anziehen, verzichten
  • Schweißgeruch vermeiden, da dieser ebenfalls Mücken anzieht
  • In geschlossenen Räumen, Türen und Fenster geschlossen halten, sofern diese nicht mit Moskitoschutzgittern ausgestattet sind.
  • Schlafräume mit einem Anti-Mückenspray aussprühen, sowie mückenabweisende Kerzen oder Räucherspiralen abbrennen
  • Unter einem imprägnierten Moskitonetz* schlafen
  • Einen Schlafsack mit Insektenschutz* verwenden
  • Die Klimaanlage und /oder den Deckenventilator einschalten

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4. Gehöre ich zu einer der Malaria Risikogruppen?

 

Menschen, die zu den folgenden Gruppen gehören, haben laut der WHO ein erhöhtes Risiko, an Malaria zu erkranken - und sollten vor der Reise in ein Gebiet mit Malaria Risiko mit ihrem Arzt sprechen und besondere Vorkehrungen treffen

  • Säuglinge ab dem Alter von 3 Monaten (jüngere Säuglinge sind noch immunisiert)
  • Kleine Kinder unter 5 Jahren
  • Ältere Menschen über 65 Jahren
  • Schwangere Frauen (erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt oder Erkrankung des Embryos)
  • Menschen mit den folgenden Krankheitsbildern:
    • Porphyrie, Epilepsie, HIV+/AIDS, Patienten in Chemotherapie sowie chronisch Kranke

Malaria Südafrika: Alles was Du wissen musst

5. Wie kann ich in Südafrika Malaria mit Medikamenten vorbeugen?

 

Alle Malaria Medikamente sind bei uns rezeptpflichtig. Dies ist auch sinnvoll, da es sich um hoch dosierte Antibiotika handelt, die zum Teil starke Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Eine ärztliche Beratung ist daher sehr ratsam. Besonders Schwangere, Kinder und chronisch kranke Menschen sollten sich genau informieren, bevor sie sich für eine Reise in ein Malariagebiet entscheiden.

 

Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Malaria Prophylaxe verschrieben werden.

  • Verbreitet sind Medikamente mit den Wirkstoffen Atovaquone / Proguanil (z.B. in den Marken Malarone und Malanil),
  • sowie dem Wirkstoff Mefloquin Hydrochlorid (z.B. in den Marken Lariam, Mephaquin und Mefliam).
  • Die Wirkstoffe Chloroquin (z.B. in der Marke Resochin) sowie Proguanil (z.B. in Paludrine) werden heute nur noch selten verschrieben, weil viele Mückenarten, besonders in Afrika, mittlerweile Resistenzen gegen diese entwickelt haben.
  • In Deutschland nicht zugelassene Wirkstoffe sind Doxycycline (Marke: Vibramycin) mit der Nebenwirkung einer erhöhten Sensibilität gegen Sonneneinstrahlung sowie Sulfadoxin-Pyrimethamin (Marke: Fansidar), die nur vor Ort in Südafrika gekauft werden können.

Alte Hausmittel zur Malariaprophylaxe wie Knoblauch, Vitamin B, Chili und Chinin solltest Du nur nutzen, wenn Du eine gute Ausrede für Deinen Knoblauch Atem brauchst, oder Du Dir zum Sonnenuntergang einen Gin Tonic gönnen willst (der ja bekanntlich Chinin enthält).

 

Ich persönlich nehme Malarone, wenn eine Malaria Prophylaxe aufgrund des hohen Risikos nicht zu vermeiden ist. Das Medikament hat wenig Nebenwirkungen, ich jedenfalls vertrage es sehr gut. Zwei Tage, bevor Du in das Malariagebiet reist, fängst Du an, täglich eine Tablette einzunehmen (am besten beim Essen, ich trinke gern ein Glas Milch dazu). Du musst die Tabletten noch bis eine Woche, nachdem Du das Malaria Gebiet wieder verlassen hast, weiter täglich einnehmen. Der Nachteil von Malarone: es ist relativ teuer und die tägliche Einnahme über einen längeren Zeitraum kann etwas nervig sein. In Gegenden mit geringem Malaria Risiko kann Malarone auch als "Standby"Notfallmedikament genutzt werden, sobald erste Krankheitssymptome auftreten. Du kannst Malarone bequem zu günstigen Konditionen HIER in der Online Apotheke bestellen. 

 

Lange Zeit war Lariam (alternativ: Mephaquin oder Mefliam) das am meisten verschriebene Mittel zur Malaria Prophylaxe. Es ist günstiger als Malarone und gilt als sehr wirksam. Lariam hat auch den Vorteil, dass Du nur einmal pro Woche eine Tablette einnehmen, und nicht täglich daran denken musst. Du beginnst zwei Wochen bevor Du ins Malariagebiet reist und nimmst das Medikament anschließend noch weitere vier Wochen ein. Allerdings ist Lariam auch bekannt für seine teilweise heftigen Nebenwirkungen. Diese reichen von Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Ohrensausen bis zu Müdigkeit. Berüchtigt sind aber vor allem die bei einer Anfälligkeit zum Teil auftretenden psychischen Nebenwirkungen - von Unruhe über Halluzinationen bis zu Depressionen.

6. Welche Symptome treten bei einer Malaria Infektion auf?

 

Malaria äußert sich in grippeähnlichen Symptomen wie:

  • Fieber
  • Schüttelfrost und Schwitzen
  • Kopf- und Muskelschmerzen
  • Erbrechen und Durchfall
  • Schwindelgefühl
  • Müdigkeit und Appetitlosigkeit

Bitte beachte, dass Malaria Symptome auch noch Monate nach dem Ende Deiner Reise in ein Malariagebiet auftreten können. Lasse Dich also lieber einmal zu viel als einmal zu wenig durchchecken.

 

7. Was sollte ich tun, wenn ich glaube, Malaria zu haben?

 

Auch wenn Du eine Malaria Prophylaxe eingenommen hast, besteht immer noch ein Risiko, denn keines der Medikamente bietet einen 100-prozentigen Schutz. Immer mehr Mückenarten entwickeln spontane Resistenzen gegen verschiedene Wirkstoffe und eine fehlerhafte oder vergessene Einnahme kann den Schutz wirkungslos gemacht haben. Stellst Du also nach dem Aufenthalt in einem Malaria Risikogebiet eine oder mehrere der beschriebenen Symptome fest, solltest Du schnellstmöglich den nächsten Arzt oder das nächste Krankenhaus für einen Malariatest aufsuchen. Beachte, dass Malaria Symptome frühestens nach sieben Tagen aber noch bis zu mehreren Monaten nach dem Aufenthalt im Malariagebiet auftreten können. Rechtzeitig diagnostiziert ist Malaria gut behandelbar.

8. Südafrika Malaria Risiko: wichtige Touristen Orte von A-Z

 

Die folgende Tabelle zeigt das Südafrika Malaria Risiko der 56 wichtigsten touristischen Orte. Bitte beachte, dass sich diese Einschätzungen der amtlichen Stellen kurzfristig ändern können. Die aktuellsten Informationen erhältst Du immer beim Tropeninstitut oder bei der Beratung durch Deinen Arzt.

 

Addo Elephant Park Malaria Risiko: Keines

Durban Malaria Risiko: Keines

Eshowe Malaria Risiko: Gering

False Bay Malaria Risiko: Mittel

Franschhoek Malaria Risiko: Keines

Garden Route Malaria Risiko: Keines

George Malaria Risiko: Keines

Hazyview Malaria Risiko: Gering

Hermanus Malaria Risiko: Keines

Hluhluwe Malaria Risiko: mittel (nördlicher Teil)

Hluhluwe Malaria Risiko: gering (südlicher Teil)

Hoedspruit Malaria Risiko: Gering

Imfolozi Malaria Risiko: Gering

iSimangaliso Wetland Park Malaria Risiko: gering (Süden)

iSimangaliso Wetlands Park Malaria Risiko: Mittel (Norden) 

Itala Game Reserve Malaria Risiko: Keines

Johannesburg Malaria Risiko: Keines

Kapstadt Malaria Risiko: Keines

Kariega Game Reserve Malaria Risiko: Keines

Knysna Malaria Risiko: Keines

Kosi Bay Malaria Risiko: Erhöht

Lesotho Malaria Risiko: Keines

Letaba Malaria Risiko: Erhöht

Madikwe Game Reserve Malaria Risiko: Keines

Malelane Malaria Risiko: Erhöht

Mbabane Malaria Risiko: Gering

Mkuze Game Reserve Malaria Risiko: Mittel

Mossel Bay Malaria Risiko: Keines

Ndumu Game Reserve Malaria Risiko: Erhöht

Nelspruit Malaria Risiko: Gering

Oudtshoorn Malaria Risiko: Keines

Paarl Malaria Risiko: Keines

Pilanesburg Malaria Risiko: Keines

Pilgrims Rest Malaria Risiko: Keines

Port Elizabeth Malaria Risiko: Keines

Pretoria Malaria Risiko: Keines

Punda Maria Malaria Risiko: Erhöht

Richards Bay Malaria Risiko: gering

Sabi Sands Malaria Risiko: Erhöht

Satara Malaria Risiko: Erhöht

Shamwari Game Reserve Malaria Risiko: Keines

Shingwedzi Malaria Risiko: Erhöht

Sodwana Game Reserve Malaria Risiko: Mittel

St.Lucia Malaria Risiko: Gering

St.Lucia Wetlands Park Malaria Risiko: Gering (südlicher Teil)

St.Lucia Wetlands Park Malaria Risiko: Mittel (nördlicher Teil) Stellenbosch Malaria Risiko: Keines

Swaziland Malaria Risiko: Erhöht (östlicher Teil)

Swaziland Malaria Risiko: Gering (westlicher Teil)

Szukuza Malaria Risiko: Erhöht

Tembe Game Reserve Malaria Risiko: Erhöht

Thornybush Malaria Risiko: Erhöht

Timbavati Malaria Risiko: Erhöht

Umfolozi Malaria Risiko: Gering

Umhlanga Malaria Risiko: Keines

White River Malaria Risiko: Gering



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