Reisetipps Hotelreservierung

Hotels günstig buchen - 13 Tipps und Tricks


beste Flugsuchmaschinen

Seitenkompass:

Die Übernachtungskosten verschlingen schnell den größten Teil Eures Reisebudgets. Und das Internet bietet eine unüberschaubare Zahl an Hotelbuchungsseiten. Schnell könnt Ihr viele Stunden damit verbringen, Euch im Dschungel der unterschiedlichen Angebote zu verirren. Ohne Orientierung verliert Ihr nicht nur kostbare Zeit und Nerven, sondern vor allem auch Geld. Nach meinen Reisetipps zu Flugbuchungen, möchte ich daher heute einige Tipps und Tricks zum Thema Hotelbuchung im Internet mit Euch teilen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe. Ich habe das Thema in zwei separate Beiträge unterteilt. In diesem Blogpost geht es um generelle Tipps und Tricks rund um die Hotelbuchung: Welche Strategien solltet Ihr bei der Recherche verfolgen? Was sind die wichtigsten Dos und Don't Dos? In einem zweiten Artikel stelle ich Euch meine bevorzugten Buchungsseiten vor: Wo findet Ihr die besten Deals für Hotels, wo für Hostels, wo für Luxushotels in Asien und wo für Bed & Breakfast Pensionen in Nordamerika? Da die beiden Artikel sich inhaltlich ergänzen, empfehle ich, den anderen Beitrag zumindest quer zu lesen. Doch legen wir gleich los. Hier meine 13 Tipps und Tricks für Eure perfekte Hotelbuchung im Internet:


1. Wie findet Ihr die perfekte Lage?

Für Hotels gilt das gleiche wie für andere Immobilien: Die 3 wichtigsten Kriterien sind: Lage, Lage, Lage. Die Faustformel ist natürlich: Je zentraler, bzw. je näher an den touristischen Sehenswürdigkeiten, desto besser. Das ist jedoch nicht immer so eindimensional zu entscheiden. Schon deswegen, weil die Hoteliers auch clever sind, und die Hotelpreise in der Regel proportional mit der Zentralität der Lage steigen. Dann habt Ihr die Wahl, den hohen Preis zu akzeptieren oder bei anderen Kriterien Kompromisse zu machen. Deshalb hier die Aspekte, die mir bei der Entscheidung zur Lage wichtig sind:
  • Viele Städte haben kein eindeutiges (touristisches) Zentrum, Sehenswertes ist über Stadt und Vororte verteilt. Ein gutes Beispiel ist Los Angeles. Plant Eure Übernachtung abhängig von Euren Interessensschwerpunkten z.B. in Hollywood, Santa Monica oder in der Nähe der Themenparks. Die Landkartenfunktion meiner Lieblingsseite  Booking.com* hilft, die preislich interessanten Stadtteile zu identifizieren.
  • Viele Städte liegen am oder in der Nähe vom Meer, so wie Kapstadt oder Sydney. Entscheidet dann was Euch wichtiger ist: Morgens und Abends entspannt am Strand von Bondi Beach oder Camps Bay zu flanieren und tagsüber ins Zentrum zu fahren oder lieber zentral im Zentrum wohnen und bei Bedarf einen Abstecher an den Strand zu machen?
  • Wenn ich lediglich eine Nacht in einer Stadt bleibe und nur den Nachmittag und den nächsten Vormittag Zeit habe, die Stadt zu erkunden, entscheide ich mich immer für ein zentrales Hotel. Die Mehrkosten für die eine Nacht wiegen Zeit und Geld für zwei Transfers ins Zentrum auf.
  • Plant Ihr das Nachtleben einer Stadt kennenzulernen, plant die Übernachtung dort, wo das Nachtleben stattfindet. Besonders, wenn die Stadt nicht für ihre Sicherheit und für ein gutes nächtliches Transportnetz bekannt ist. So wählt in Rio ein Hotel im Baixo Leblon oder in Marrakesch eines in der Nähe des Djemaa el Fna.
  • Seid Ihr mit dem Mietwagen unterwegs, meidet die Innenstädte. Zum einen ist es kein Spaß, mit dem Auto durch Tokio oder Saigon zu fahren, zum anderen ist die sichere Unterbringung des Mietwagens dann mit Zeitaufwand und Kosten verbunden.
  • Hat die Stadt ein gutes öffentliches Verkehrsnetz bis in die Vororte, nutzt diese Möglichkeiten. Hotels in Hoboken in Jersey City kosten die Hälfte eines vergleichbaren Hotels in New York City. Dennoch seid ihr mit der U-Bahn von dort schneller im südlichen Manhattan als von einem Hotel im nördlichen Manhattan aus.
  • Meidet die Hotels im Central Business District (CBD), auch wenn dieser zentral liegt und die Hotels günstige Wochenendraten bieten. Es gibt nichts langweiligeres als den CBD von Sydney an einem Wochenende. Und es ist kein Spaß, dann ein geöffnetes Frühstückslokal zu finden.
  • Zimmer mit dem 1000-Dollar Blick auf die Oper von Sydney, den Zuckerhut oder die Golden Gate Bridge werden meiner Ansicht nach überbewertet. Es sei denn, ihr plant einen Heiratsantrag bei Kerzenlicht auf dem Balkon Eurer Suite. Nutzt das Geld sonst lieber für ein gutes Essen in einem Restaurant, das den gleichen Blick bietet.
  • Habt Ihr einen frühen Flug am nächsten Morgen geplant, bucht ein Hotel in Flughafennähe. Ihr wollt keine Schweißausbrüche riskieren, weil Ihr auf der Fahrt zum Flughafen in der Rushhour von Lima im Stau feststeckt.
  • Hotels im Nationalpark sind deutlich teurer als die vor den Toren des Parks. Wählt ein Hotel in der Nähe der Eingangstore und seid morgens bei Öffnung frühzeitig dort.
  • Plant in großen Städten bereits ein, wohin der Weg Euch am nächsten Tag führt. Fahrt ihr z.B. in Indien von Delhi nach Jaipur, bucht ein Hotel im Südosten von Delhi, wenn Ihr nicht den nächsten Vormittag im Stau auf der Stadtautobahn verbringen wollt.
  • Bucht ein Hotel in der Nähe von touristischen Traumorten wie dem Lake Louise In Kanada, den Victoria Fällen in Sambia und dem Sossusvlei in Namibia, wenn Ihr den Sonnenaufgang dort erleben wollt, bevor die großen Touristenbusse mit ihren Insassen die Stimmung und die Aussicht ruinieren. Die Mehrkosten nehme ich dann gerne in Kauf und spare lieber wieder am nächsten Tag.
  • Dies gilt besonders, wenn Ihr vorher noch ein Ticket kaufen müsst. Wir buchten in Agra ein Hotel in unmittelbarer Nähe des Taj Mahal und waren bei Öffnung der Kassen die ersten in der Schlange, was uns viel Wartezeit sparte und uns den Blick auf das Taj fast ungestört im Morgenlicht ermöglichte. 

Wenn mir die Lage des Hotels besonders wichtig ist, nutze ich das praktische Kartentool von Booking.com* oder Hotels.com*. Dort seht Ihr auf einen Blick, welche Unterkünfte an welchen Stellen der Stadt zu welchen Preisen verfügbar sind, und Ihr könnt Euch schrittweise in Eure bevorzugte Region "reinzoomen". In meiner Beispielkarte seht er die Kartenansicht von Booking.com im Vergleich für Jersey City und Lower Manhattan.


2. Mahlzeiten einschließen?

Am Ende einer Rundreise gönne ich mir gerne ein paar Tage Strandhotel und lese ein dickes Buch. Dann bin ich tatsächlich ein Fan von "All Inclusive". Wenn schon denn schon. In allen anderen Situationen empfinde ich eingeschlossene Mahlzeiten eher hinderlich. Abends möchte ich die Restaurants des Ortes kennenlernen oder auf dem lokalen Markt die Essensstände ausprobieren. Und Mittags bin ich ohnehin unterwegs und esse nur eine Kleinigkeit. Ausnahme: Ich übernachte in einem wirklich abgelegenen Hotel, im Dschungel oder auf einer einsamen Insel. Wenn es ohnehin abends keine Alternative gibt, ist es meist günstiger, das Dinner bereits in die Hotelbuchung einzuschließen. Beim Frühstück solltet Ihr entsprechend Eurer persönlichen Gewohnheiten planen. Ich bin ein Fan üppiger Frühstücksbuffets, mit Omelett, Müsli, Saft, und ganz viel Kaffee. Daher buche ich Angebote mit eingeschlossenem Frühstück, solange die Differenz vertretbar ist. Ich mag es nicht, mit leerem Magen durch den Ort zu laufen, auf der Suche nach einem vernünftigen Frühstückslokal - dann leiden auch meine Mitreisenden. Nur wenn es wie in New York an jeder Ecke ein Frühstücksdiner gibt, frühstücke ich außerhalb. Für mich ist das eingeschlossene Frühstück daher ein wichtiges Kriterium im Gesamtpreisvergleich. Seid Ihr aber eher ein normaler Frühstücker und legt keinen Wert auf ein üppiges Buffet, ist es meist günstiger, Ihr besorgt Euch unterwegs irgendwo ein Sandwich und einen Cappuccino. Reicht Euch zum Frühstück ein schwarzer Kaffee und eine Zigarette, ist ohnehin jedes eingeschlossene Frühstück zu teuer.

3. Das Kleingedruckte lesen...

Für die richtige Einordnung der Preise solltet Ihr weitere Nebenkosten beachten. Auch hier kommt es auf Eure persönlichen Bedürfnisse an. Heute ist z.B. die Nutzung des Wlan nicht nur für Reiseblogger unverzichtbar. Fallen für dessen Nutzung Kosten an, sollten Sie im Preisvergleich berücksichtigt werden. Achtet auch darauf, ob das Wlan bequem auf dem Bett sitzend genutzt werden kann, oder nur in einer zugigen Lobby oder einem Restaurant mit Verzehrzwang. Reist Ihr im Mietwagen und wollt diesen nicht entfernt vom Hotel in einer dunklen Gasse abstellen, ist ein kostenfreier Parkplatz von Vorteil. Ansonsten kommen je nach Stadt schnell weitere 20-30 EUR/Nacht hinzu. Jeder hat andere Bedürfnisse, die ihm wichtig sind, z.B. Pay-TV Kanäle, Pool, Wäscheservice/ Waschmaschine, Kühlschrank oder Mikrowelle. Werden diese Services nur gegen Zusatzkosten angeboten, sind für Euch persönlich aber wichtig, gehören sie in die Kalkulation. So kann ein teureres Hotel attraktiv werden, wenn diese Kosten dort bereits im Preis eingeschlossen sind. Ich schaue auch immer nach kostenlosen Transfers, z.B. zum Flughafen, zur Shopping Mall oder ins Stadtzentrum. Wenn ich diese Transfers ohnehin benötige, kann dies als weiterer geldwerter Vorteil verbucht werden.

4. Das "Ganz-Klein"-gedruckte lesen...

Neben den fakultativen Nebenkosten gibt es auch obligatorische Zusatzkosten, die jeder vor Ort zahlen muss. Seriöse Buchungsportale (so wie diese, die ich im zweiten Beitrag empfehle) versuchen immer, diese Kosten in den Grundpreis einzuschließen oder wenn dies absolut nicht möglich ist, sie zumindest so deutlich auszuweisen, dass Ihr keine Lupe benötigt. Die versteckten Zusatzkosten tarnen sich mit den Namen "Resort fee", "Hotelgebühr", "Kur- oder Nationalpark Taxe" oder schlicht "room tax". In Städten wie Las Vegas können da beim Aufenthalt von drei Nächten schon mal 100 USD fällig werden. Ich werde immer misstrauisch, wenn auf einer Preisvergleichsseite der gleiche Zimmertyp irgendwo 10 EUR günstiger ist als im Durchschnitt. Meist ein Hinweise auf versteckte Kosten im Kleingedruckten. Achtet bei Ferienwohnungen und Apartments auch darauf, ob Verbrauchskosten wie Strom und Wasser sowie die Endreinigung im Preis eingeschlossen sind oder separat berechnet werden. Booking.com weist direkt unter der Preisübersicht prominent auf eventuelle Nebenkosten hin:

Bei Hotels.com findet Ihr diese Kosten am Ende der Seite unter "Wissenswertes":


5. Wann ist die günstigste Reisezeit?

Wie bei Flügen heißt die Devise hier auch: antizyklisch reisen. Wenn alle anderen in Euer Reiseziel reisen, weil das Wetter gut ist, im Urlaubsland Schulferien sind und eine wichtige Messe stattfindet, braucht ihr nicht auf gute Preise zu hoffen. Hotelpreise in Städten oder Stadtteilen mit vielen Geschäftsreisenden sind montags bis freitags hoch, in klassischen Kurzurlaubs- und Ausflugszielen freitags bis sonntags. Die günstigste Nacht ist daher oft die von Sonntag auf Montag. Natürlich braucht Ihr aber - anders als beim Flug - jede Nacht ein Dach über dem Kopf. Meine Taktik ist daher - sofern ich zeitlich flexibel bin - zuerst den teuersten Ort, an dem ich die meisten Nächte verbringen will, zu checken. Wenn ich hier einen guten Deal gefunden habe, buche ich die Orte davor und danach zu den passenden Tagen hinzu. Zu Beginn prüfe ich jedoch, ob auf meiner Reiseroute in einem Ort eine Messe, ein Kongress, eine große Sportveranstaltung oder ein wichtiges Kulturevent stattfindet. Sofern ich nicht wegen dieses Ereignisses die Stadt besuche, meide ich diese Daten und baue den Reiseplan entsprechend um. Denn die Hotelpreise während des Formel 1 Grand Prix in Abu Dhabi, der Tennis Australian Open in Melbourne oder der Inbaba Tourismusmesse in Durban wollt Ihr nicht bezahlen.

6. Früh buchen oder Last Minute?

Wie bei der Flugbuchung empfehle ich auch bei der Unterkunft, diese relativ früh zu buchen. Auch wenn es hier im Vergleich zu Flügen doch hin- und wieder kurzfristige Schnäppchen gibt, plane ich lieber voraus. Wenn Ihr früh bucht, ist die Auswahl größer und die Chance höher, das ideale Zimmer zu finden, vielleicht ja sogar mit einem interessanten Frühbucherrabatt. Wenn Ihr aber gerne pokert und das Risiko mögt, kann ich Euch einige Seiten empfehlen, die sich auf Kurzfristangebote spezialisiert haben. Seiten wie Secret Escapes und Travel Zoo bieten manchmal interessante Deals auch in Luxushotels. Auf den Seiten von Hotwire und Priceline könnt Ihr auf Restezimmer bieten oder "Mystery Deals" abschließen, bei welchen ihr den Namen des Hotels erst erfahrt, nachdem die Buchung abgeschlossen wurde. Die Seite Roomer vermittelt Zimmer, die von anderen Reisenden kurzfristig nicht genutzt werden können. Das weite Feld dieser Angebote werde ich jedoch noch tiefer recherchieren und vielleicht demnächst in einem eigenen Artikel behandeln. Die Frage früh oder kurzfristig buchen hängt auch eng mit den Themen Stornobedingungen und Vorauszahlungen zusammen:

7. Wie wichtig sind Stornobedingungen?

Ich achte immer darauf, möglichst lange kostenfrei stornieren zu können. Auf meinen Lieblingsseiten Booking.com* und Hotels.com ist dies bei vielen Hotels bis 24 oder 48 Stunden vor Check in möglich. In einigen Fällen wird jedoch bereits ab einem Monat, in ganzen wenigen direkt ab Buchung eine Stornogebühr berechnet. Warum mir die kostenlose Stornierung so wichtig ist?

  • Wenn ich frühzeitig buche, beobachte ich den Hotelpreis weiter. Wird er noch günstiger, storniere ich und buche neu ein. Auf diese Weise könnt Ihr schon mal ein paar Scheine sparen.
  • Ist das gebuchte Hotel nur die zweite Wahl, da das favorisierte Hotel bereits ausgebucht ist, hoffe ich auf wieder frei werdende Zimmer durch Stornierungen und cancele dann das Ersatzhotel wieder.
  • Ist ein Hotel der engeren Wahl bereits fast ausgebucht, könnt Ihr risikolos ein Zimmer blocken und dann stressfrei weiter suchen. Findet Ihr noch etwas Besseres, kann das erste Hotel wieder storniert werden.
  • Wenn es mir an einem Ort besonders gefällt, bleibe ich schon mal spontan eine Nacht länger. Ich kann dann die gebuchten Folgenächte stornieren und - um eine Nacht verschoben - neu buchen.

Scheut nicht den Aufwand, den eine Stornierung verursacht. Die großen Buchungsportale sind in ihren Prozessen darauf eingestellt. Booking.com wirbt ganz offen damit, schon mal ein Zimmer zu buchen um es später wieder zu stornieren. Oft gibt es aber auch besonders günstige Raten, die nicht zu stornieren sind. Dies ist dann eine Risikoabwägung. Wenn ich aufgrund eines engen Reiseplans ohnehin keine Zusatznächte einschieben kann und Preissenkungen in der kurzen Zeit bis zur Reise nicht mehr wahrscheinlich sind, greife ich gerne bei diesen reduzierten Preise zu und spare so nochmal etwas. 

8. Wo gibt's kulante Pre-Payment Regelungen?

Eng verbunden mit dem Thema Stornierung ist das der Vorauszahlungen. Müsst Ihr bereits bei Buchung eine Vorauszahlung leisten, gebt Ihr dem Hotel einen kostenlosen Kredit (auch wenn dies in Zeiten niedriger Zinsen nicht so schmerzhaft ist). Eine Vorauszahlung ist jedoch hinderlich für einen unkomplizierten Stornierungsprozess. Wenn Ihr wie beschrieben gerne mal umbucht, muss die Vorauszahlung umständlich hin- und her gebucht und der korrekte Zahlungseingang ggf. Wochen später überwacht werden. Hierbei können dann auch Verluste durch Währungsschwankungen und Auslandsgebühren entstehen. Auf meinen bevorzugten Buchungsseiten findet Ihr kulante Vorauszahlungsbedingungen: Bei Booking.com* erfolgt die Zahlung in vielen Fällen erst nach der Übernachtung beim Check out, bei Hotels.com* könnt Ihr in der Regel selbst wählen, ob Ihr im Voraus zahlen wollt (auch per PayPal oder Sofortüberweisung) oder erst vor Ort im Hotel. Aber achtet auf das Kleingedruckte. In einigen Fällen ist zwar keine Vorauszahlung fällig, die Kreditkarte wird aber dennoch mit einer "Kaution" belastet. Was sich in der Praxis nicht wirklich von einer Vorauszahlung unterscheidet.

9. Was nützt die "Bestpreis Garantie"?

Viele Seiten, darunter auch Booking.com haben eine Bestpreisgarantie. Findet Ihr irgendwo einen besseren als den gebuchten Preis, erhaltet Ihr die Differenz erstattet. Ihr müsst jedoch nachweisen, dass Ihr wirklich Äpfel mit Äpfeln verglichen habt. Das günstigere Angebot muss für den gleichen Zeitraum, die gleiche Zimmerkategorie, die gleiche Verpflegung, die gleichen Stornobedingungen, die gleiche Währung, die gleichen Steuern und Gebühren etc. gelten. Dies führt dann schon mal zu einer längeren Diskussion und einem aufwendigen Mailverkehr. Für mich ist diese Garantie eher ein Marketing Gag. Wenn ich vor der Buchung sauber recherchiert habe, kommt es eigentlich nicht vor, dass woanders das gleiche Angebot deutlich günstiger ist. Und für einen Euro Unterschied ist mir die Zeit, die der Erstattungsprozessbenötigt zu wertvoll. Falls ein Hotel wirklich kurzfristig günstiger wird, erhält auch mein Anbieter diesen Preisnachlass und ich kann, wie oben beschrieben, durch eine Neubuchung ebenfalls die Reduzierung erhalten. Hotels.com verzichtet daher auch auf diese Politik und rät, das Hotel dort kostenfrei zu stornieren und auf der gefundenen Seite neu einzubuchen.

10. Einloggen oder anonym surfen?

Klare Antwort: einloggen! Die Anmeldung dauert nur eine Minute und Ihr kommt in den Genuss verschiedener Vorteile. Viele Buchungsseiten wie Booking.com, Hotels.com und Agoda haben für wichtige Hotels günstigere Preise für eingeloggte Kunden. Darüber hinaus gibt es Loyalty Programme, z.B. bei Booking.com den Genius Status mit noch besseren Preisen und weiteren Vorteilen. Bei Hotels.com erhaltet Ihr als angemeldeter Kunde nach 10 gebuchten Nächte eine freie Nacht (mehr Infos zu diesen Vorteilen im anderen Artikel). Keine Angst vor Spam Mails, Ihr könnt Euch anmelden und, wenn nicht gewünscht, den obligatorischen Email Newsletter gleich wieder abbestellen. Hier ein Beispiel, wie ich als eingeloggter Booking.com Kunde (mit Genius Status) bei meinem Hotel in L.A. schnell mal fast 40 EUR spare:

11. Wo gibt's Infos über Sonderangebote?

Meldet Euch für den Email Newsletter Eurer bevorzugten Buchungsseiten an und "liked" sie in den Social Media Kanälen. Oft werden kurzfristige Schnäppchen dort kommuniziert und Ihr seid dann die ersten, die davon erfahren. Dort werden auch Sonderaktionen wie 15% Rabatt bei Eingabe eines Discount Codes kommuniziert. Booking.com und Hotels.com nutzen beide diese Kanäle.

12. Was ist von Eröffnungsraten zu halten?

Soft Opening Phase - Kleinere Bauarbeiten müsst Ihr in Kauf nehmen...
Soft Opening Phase - Kleinere Bauarbeiten müsst Ihr in Kauf nehmen...

Neu öffnende Hotels haben meist eine "soft opening" Phase, in welcher sie besonders günstige Raten, oft um mehr als 50% reduziert, und in Einzelfällen sogar Freiaufenthalte anbieten. Wenn es Euch nicht stört, Versuchskaninchen zu sein, und ihr Euch darauf einstellt, dass die Prozesse im neuen Hotel noch nicht so reibungslos funktionieren, irgendwo noch ein Farbeimer herumsteht und das Personal noch in der Ausbildung ist, könnt Ihr auf Seiten wie Hotel News Resource manchmal interessante Angebote finden. 

13. Hotelsterne oder Kundenbewertungen?

Verlasst Euch nicht auf das Sternesystem, das keine Aussagekraft hat. Jedes Land, jede Kette und jede Buchungsseite hat sein oder ihr eigenes System, das nicht an wichtigen Kriterien wie Sauberkeit, Freundlichkeit oder Lage ausgerichtet ist, sondern nach solchen wie Größe des Zimmers, Anzahl der Restaurants und Öffnungszeiten der Rezeption. Ich orientiere mich hier ausschließlich an den Kundenbewertungen. Bei booking.com und Hotels.com findet ihr eine große Anzahl von Bewertungen, heruntergebrochen für die wichtigsten Auswahlkriterien und mit der Möglichkeit, sich z.B. nur deutsch sprachige Bewertungen oder solche zu bestimmten Themen im Wortlaut anzuschauen.

So, Ich hoffe, meine Tipps und Tricks werden Euch dabei helfen, Eure nächste Hotelbuchung im Internet ohne Stress und mit Erfolg vorzunehmen. In meinen zweiten Artikel "Hotels buchen - die besten Internetseiten" erfahrt Ihr, warum ich die hier genannten - sowie einige andere - Seiten bevorzugt benutze und was Ihr dort beachtet solltet. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß bei der Reiseplanung. Der Weg ist das Ziel!

* Dieser Artikel enthält Affiliate Links. Weitere Informationen zu diesem Thema findet Ihr hier.


Haben Dir meine Hotelreservierung Tipps geholfen? Dann teile sie gerne im Netz:


Hier kannst Du in meinen Reisetipps weiter stöbern:


Fragen, Ergänzungen, Anregungen? Ich freue mich über Deinen Kommentar:

Kommentare: 0